| Abstract |
Im Rahmen des von der EU im Rahmen des INTERREAG 4A Programms gefoerderten Projektes GeoPower wurde vom Landesamt fuer Landwirtschaft, Umwelt und laendliche Raeume Schleswig-Holstein (LLUR) in Zusammenarbeit mit dem geologischen Dienst fuer Daenemark und Groenland (GEUS) und den geowissenschaftlichen Instituten der Universitaeten Aarhus und Kiel eine grenzueberschreitende Studie zu geothermisch nutzbaren Sandsteinhorizonten im suedlichen Daenemark (Juetland) und dem noerdlichen Schleswig-Holstein (Landesteil Schleswig) durchgefuehrt. Hierzu wurde ein grenzueberschreitendes geologisches 3D Modell erstellt, das im Wesentlichen auf Auswertungen des Geotektonischen Atlas (Schleswig-Holstein) und vorliegender reflexionsseismischer Messungen und Bohrungen zur Kohlenwasserstoff-Exploration basiert. Aus dem Geologischen Modell werden Karten ueber die Verteilung, Tiefenlage und Maechtigkeit der hydrothermalen Nutzformationen Dogger, Rhaet (im Daenischen Gassum Formation) und Buntsandstein abgeleitet und oeffentlich zugaenglich gemacht. Die Maechtigkeit der hydrothermalen Nutzformationen sagt aber noch wenig ueber die thermische Ergiebigkeit aus. Die betrachteten Formationen bestehen nicht nur aus hydrothermal nutzbaren Sandsteinen. Es gibt auch innerhalb der Sandsteinformationen Tonsteinlagen, die an einigen Lokationen sogar dominierend sind. Um ein realistisches Mass fuer die zu erwartende geothermische Ergiebigkeit zu erhalten, wurde eine petrophysikalische Analyse der Bohrergebnisse der Region basierend auf Kernbeschreibungen und Bohrlochlogs durchgefuehrt.Die Abgrenzung von tonhaltigen zu tonfreien Schichten kann gut durch ein Gamma Ray-Log erkannt werden. Da die Datenbasis in Schleswig-Holstein vorwiegend aus aelteren Bohrungen besteht, musste die o.a. Abgrenzung haeufig aus Single Point (SP) Logs vorgenommen werden. Das so ermittelte Sand/Tonsteinverhaeltnis innerhalb der hydrothermalen Nutzformationen ist ein wichtiger Parameter zur Abschaetzung des geothermischen Potentials. |