| Abstract |
Der Betrieb von Anlagen zur Nutzung geothermischer Energie kann zu Rueckstaenden mit erhoehten Gehalten natuerlicher Radionuklide fuehren. Moegliche radiologische Auswirkungen solcher Rueckstaende sind neben den Aspekten der Stimulation und der Seismizitaet immer wieder Gegenstand von Fragen und Befuerchtungen von Initiativen und Anwohnern im Umfeld von Geothermiekraftwerken. Auf der anderen Seite befassen sich verschiedene wissenschaftliche Institutionen ebenso wie Betreiber derartiger Anlagen seit geraumer Zeit mit der Erforschung von Prozessen, die zur Bildung solcher Rueckstaende fuehren bzw. diese verhindern. Gleiches gilt fuer die notwendigen Massnahmen zur Umsetzung der einschlaegigen strahlenschutzrechtlichen Vorgaben. Die Erkenntnisse der Vielzahl entsprechender Forschungsvorhaben werden publiziert. Der GtV-Bundesverband Geothermie e.V. moechte durch die Bereitstellung von wissenschaftlich abgesicherten Fakten und Hintergrundwissen die Diskussion dieses Themas zwischen allen interessierten Kreisen foerdern. Ein Team von Fachleuten aus Wissenschaft, unabhaengigen Sachverstaendigenorganisationen und Betreibern unterstuetzt diese Bestrebungen durch Erstellung eines Hintergrundpapieres zum Schwerpunktthema „Natuerlich vorkommende radioaktive Materialien in der Geothermie“. Mit diesem Hintergrundpapier verfolgen die Autoren das Ziel, den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik in einer fuer interessierte Laien verstaendlichen Form und ohne wertende Elemente zusammenzufassen.Der Beitrag stellt das Autorenteam und seine Kompetenzen vor und beschreibt die Entstehung des Hintergrundpapiers als Konsens der gemeinschaftlichen Arbeit. Die zugrunde gelegten wissenschaftlichen und technischen Informationen werden erlaeutert. Der Umgang mit den zusammengestellten wissenschaftlich gesicherten Kenntnissen analog der Zielsetzung des Hintergrundpapiers wird diskutiert. |