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Title 3D-Seismik fuer ein petrothermales Forschungsprojekt im Erzgebirge
Authors E. Lueschen et al.
Year 2013
Conference Der Geothermiekongress
Keywords 3D-Seismik, geothermische Exploration, petrothermale Reservoire, Kristallin, Erzgebirge
Abstract 3D-seismische Messungen werden verstaerkt durchgefuehrt, um tiefe geothermische Reservoire zu erkunden. Eine solche Messung wurde im kristallinen Grundgebirge im westlichen Erzgebirge innerhalb der Gera-Jachymov-Verwerfungszone durchgefuehrt mit dem Hauptziel, steilstehende Stoerungen mit ihrer moeglichen Wasserwegsamkeit abzubilden und zu charakterisieren.Das Leibniz Institut fuer Angewandte Geophysik hat die Aufgabe uebernommen, in einem 10 km x 12 km grossen Areal um Schneeberg-Bad Schlema mit 3D-seismischen Messungen die Voraussetzungen fuer ein petrothermales Forschungsprojekt mit Zieltiefen von 5-6 km zu pruefen. Dieses Gebiet ist gepraegt durch einen grossen Granit-Koerper, durch umgebende Gneise und Phyllite variszischen und prae-variszischen Alters, die an der Oberflaeche anstehen, sowie durch ein steilstehendes Verwerfungssystem, das bis in Tiefen von 1.5-2 km durch Bergbauaktivitaeten recht genau bekannt ist. Von besonderem Interesse ist neben anderen die mit ca. 70° einfallende Verwerfung \"Roter Kamm\", deren moegliche Kluftporositaeten die fuer ein petrothermales Modell erforderlichen Transmissivitaeten aufweisen koennte.Die zwei-monatige Messkampagne wurde neben den Begleitarbeiten in der Zeit von Juli bis November 2012 von der Firma DMT GmbH & Co. KG, Essen, mit der Vibroseis-Technik zusammen mit der Fa. IPS GmbH, Celle, fuer das Permit durchgefuehrt. Ein sprengseismisches Spezialexperiment wurde integriert, ausgefuehrt von der Fa. Celler Brunnenbau GmbH & Co. KG. Schon erste Brute-Stacks mit Migrationen, die im Rahmen der Qualitaetskontrolle durchgefuehrt wurden, zeigen eine deutliche Strukturierung des Granitkoerpers sowie eine Abfolge von steilstehenden, tiefreichenden Reflexionsbahnen. Ungewoehnliche, erstmalig in dieser Form aufgetretene buerokratische Hemmnisse zwangen zu haeufigen Planungsaenderungen waehrend der Messungen und zu einer unkonventionellen Feldgeometrie. Unkonventionelle Methoden sind wegen des kristallinen Untergrunds insbesondere auch beim Datenprozessing gefordert. Die Geophysik-Institute der Universitaet Hamburg und der TU Bergakademie Freiberg tragen hierzu mit experimentellen und neu entwickelten Imaging-Methoden innerhalb dieses Verbundprojekts bei, das vom Bundesumweltministerium gefoerdert wird (FKZ 0325363A).
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