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Qualitaetssicherung durch Druckpruefung nach DIN V 4279-7 und Durchflusspruefung an ErdwaermesondenClemens LehrGeotechnisches Umweltbuero Lehr, Am Taubenbaum 25 a, D-61231 Bad Nauheim, info@geotechnik-lehr.de An die Errichtung eines Erdwaermeuebertragers ist der Anspruch eines auf Jahrzehnte in Qualitaet und Wirksamkeit gleichbleibenden Bauwerks zu stellen. Zur Dokumentation der ordnungsgemaessen Fertigung eines Erdwaermeuebertragerbauwerks gehoert eine Druckpruefung und Durchflusspruefung der Erdwaermesonden. Fuer die Druckpruefung hat sich ein fuer Erdwaemesonden angepasstes Pruefverfahren nach DIN V 4279-7 etabliert. Dieses Verfahren kann nicht ohne Beachtung der Randbedingungen sinnvoll eingesetzt werden. Die Pruefparameter muessen an die Pruefsituation angepasst werden und die Ergebnisse entsprechend interpretiert werden. Ein „Standardprocedere“ ist daher nicht gegeben.Unangepasste Pruefparameter koennen zu falschen Ergebnissen fuehren oder die Erdwaermesonde oder das uebertragerbauwerk selbst schaedigen. In Abhaengigkeit der Pruefsituation ist anhand der Parameter Sondenwerkstoff (E-Modul, Querkontraktionszahl), Sondenlaenge, Druckstufe, Dichte der Sondenumhuellung, Druck-/Kontraktionsvolumen und Zeitpunkt der Pruefung, eine jeweilige Bestimmung der Pruefparameter durchzufuehren.Vor der Druck- und Durchflusspruefung ist die Erdwaermesonde zu Spuelen, um die Sonde von etwaigen Verschmutzungen und Luft zu befreien. Hierbei muessen entsprechend der Laenge und Durchmesser der Erdwaermesonden Spuelgeschwindigkeiten und Spuelzeiten eingehalten werden, um z.B. Sediment heben und ausspuelen zu koennen und das Sondenvolumen sicher auszutauschen.Die Durchflussmessung muss dem Durchmesser und der Sondenlaenge angepasst durchgefuehrt werden. Hierbei muss die theoretische Verlustkurve der an der Sonde gemessenen entsprechen.Der Vortrag zeigt, welchen Einfluss die Randbedingungen auf die Pruefparameter haben. Weiterhin wird erlaeutert, wie die Pruefparameter berechnet und im Feld gemessen werden. Es wird aufgezeigt, welche Fehlinterpretationen bei unangepassten Pruefparametern auftreten oder sogar Schaedigungen an der Sonde oder dem Bauwerk hervorrufen koennen. |