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Verbundvorhaben TIGERTiefe Geothermie: Akzeptanz und Kommunikation einer innovativen TechnologieIn dem vom Bundesministerium fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefoerderten Verbundprojekt werden akzeptanzfoerdernde und -hemmende Faktoren erforscht und bewertet. Parallel werden die Ursachen fuer den zum Teil massiven Protest gegen Geothermieprojekte ermittelt. Basierend auf wissenschaftlich erfassten Basisdaten wird ein Kommunikationskonzept erarbeitet, das Initiatoren und Betreibern von Geothermieprojekten in allen Stadien des Lebenszyklus helfen soll, optimale Rahmenbedingungen fuer ihr Projekt zu schaffen. Allgemeinverstaendlich aufbereitete Informationen ueber die Tiefengeothermie sollen Buergern sowie beispielsweise Vertretern von Behoerden dabei helfen, die Technik kennen zu lernen und Risiken richtig einzuschaetzen.Die Kommunikation zwischen Projektbetreiber und den Buergern ist haeufig mangelhaft. Dabei ist die Umsetzung eines Grossprojektes, wie der Bau einer Geothermieanlage, schwer moeglich, wenn die Akzeptanz der Buerger und Politiker vor Ort nicht gegeben ist. Als Baustein der Energiewende sind Geothermieprojekte von grosser Bedeutung fuer das Erreichen des politischen Ziels, bis 2020 mindestens 30 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. In der Bevoelkerung besteht allerdings ein erhebliches Informationsdefizit die Tiefengeothermie betreffend. TIGER hat sich zum Ziel gesetzt, durch entsprechende Darstellung der technischen Hintergruende objektiv zu informieren und ueber Multiplikatoren, wie z.B. Journalisten, diese Informationen in der breiten oeffentlichkeit zu streuen.Im Verbundprojekt TIGER arbeiten Experten der Firmen gec-co, CBM und der RWTH Aachen zusammen. Durch die multidisziplinaere Herangehensweise des Verbundprojektes werden ingenieurs- wie geistes- und sozialwissenschaftliche Ansaetze miteinander verknuepft. Dadurch koennen technische Modifikationen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Akzeptanz wissenschaftlich dargestellt werden. Durch die Einbindung von Praxispartnern in unterschiedlichen Projektstadien (Projekte Traunreut, Landau, Insheim, Eich) wird das Kommunikationskonzept im Baukastenprinzip an realistischen Szenarien erarbeitet.Das Verbundprojekt laeuft bis 2015. Zwischenergebnisse aus Vor-Ort-Erhebungen und Buergerbefragungen liegen bereits vor. |