| Title | Tracer-/Waermetransportentkopplung in einem heterogenen, stoerungszonengepraegten Hydrothermalreservoir im Oberrheingraben |
|---|---|
| Authors | I. Ghergut et al. |
| Year | 2012 |
| Conference | Der Geothermiekongress |
| Keywords | thermischer Durchbruch, thermal breakthrough, Tracertest, tracer test, Fluidverweilzeit, residence time, aquifer, Stoerungszone, fault zone, Porositaet, porosity |
| Abstract | Waerme- und Tracertransportszenarien sondieren die Grenzen einer tracerbasierten Prognose der thermischen Lebensdauer, so wie sie gelaeufig in Anlehnung an das Einzelkluft- oder aquifermodell (Gringarten et Sauty 1975, Pruess et Bodvarsson 1983, Shook 2001) vorgenommen wird, fuer eine geothermische Bohrlochdublette in einem heterogenen Hydrothermalreservoir im Oberrheingraben (Herzberger et al 2010), dessen Verhalten vermutlich zwei doer drei grossraeumige (nicht angebohrte) Stoerungszonen gepraegt ist. Als Grundlage zur Identifizierung massgebender Fluidtransportszenarien diente ein von Meixner (2010) erarbeitetes hydrogeologisches Strukturmodell des Reservoirs. Fuer diese geothermische Bohrlochdoublette erweist sich der "thermische Durchbruch" als eine eher abstrakte, zeitlich weit entfernte Bedrohung. Naeher liegende Gefahren, hydrogeochemischer und hydrogeomechanischer Natur (verstaerkt oder gemildert durch die von der Reinjektionsbohrung hinaus voranschreitende Abkuehlung des Reservoirs), erfordern den Einsatz von Tracertests fuer ihre Quantifizierung. Bei einem Zirkulationstest ist mit langen Verweilzeiten im Reservoir, und bei fruehen Tracersignalen mit Interpretationsschwierigkeiten zu rechnen. Waerme-Push-Shut-in- oder Tracer-Push-Flowback-Tests an der geothermischen Reinjektionsbohrung koennen in noch angemessener Zeit auswertbare Informationen ueber transportwirksame Aquiferparameter leifern. Eine fluidtransportbezogene Charakterisierung der Stoerungszonen ist nur durch Langzeitzirkulationstests mit konservativen und thermosensitiven Tracerstoffen denkbar. |