| Abstract |
Als erstes Geothermieprojekt hat die Innovative Energie Pullach i. Isartal in der Bayrischen Molasse die bestehende Geothermieanlage um eine zusaetzliche Bohrung erweitert, um so nach erfolgreichen Betriebsjahren die geothermische Leistung zu erhoehen und den steigenden kommunalen Waermebedarf Rechnung zu tragen. Eine aehnliche Entwicklung zeichnet sich an mehrerern weiteren Geothermiestandorten im Molassebecken ab. So auch beim Geothermieprojekt Unterfoehring, das seit der Heizperiode 2009/2010 sehr erfolgreich ein stark wachsendes kommunales Waermeprojekt mit einer geothermischen Dublette betreibt. Am Beispiel des Geothermieprojektes Unterfoehring wird exemplarisch und methodisch dargestellt, wie mit Hilfes eines Malm-Reservoirmodells und hydraulischer und thermischer Reservoirmodellierung von zusaetzlichen Erschliessungsvarianten das grosse Potential der Erdwaermebewilligungsfelder effizienter erschlossen werden kann. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Einbeziehung der benachbarten Geothermiebetreiber und die Fragestellung der gegenseitigen Beeinflussung gelegt. Die vorliegenden Simulationen auf der Basis von harten hydraulischen Pumpversuchswerten untermauert geowissenschaftlich das noch grosse Erschliessungs-Potential der hydrothermalen Geothermie fuer die Umlandkommunen von Muenchen. |