| Abstract |
Die Lokalisierung und die Charaktierisierung geothermaler Reservoire sind die wichtigsten Aufgaben in der Vorerkundungs-, Erschliessungs- und Stimulationsphase in Projekten der Tiefen Geothermie. Geophysikalische, insbesondere seismische Methoden, haben in den letzten Jahrzehnten ihre Leistungsfaehigkeit bei der Exploration von Kohlenwasserstoff-Lagerstaetten unter Beweis gestellt. Fuer die Erkundung geothermaler Lagerstaetten kann daher auf bereits ausgereifte Methoden der Datenakquisition, des -prozessings und der -interpretation zurueckgegriffen werden. Dies gilt besonders fuer Methoden der Oberflaechenseismik (2D/3D), die zur Vorerkundung geothermaler Reservoire bereits breite Anwendung finden. In der Erschliessungsphase werden zudem Verfahren wie SWD-(Seismic While Drilling) und VSP- (Vertical Seismic Profile) eingesetzt. Beide Verfahren zeichnen sich durch etwas hoehere Signalfrequenzen als die Oberflaechenseismik aus und erlauben damit einen detaillierten Blick auf das Umfeld der Bohrungen. Geothermische Reservoire sind haeufig geringmaechtige Schichten oder Stoerzonen, die teils mit grossen lateralen Schwankungen der Maechtigkeit oder Klueftigkeit gekennzeichnet sind. Dies macht eine Erkundung mit einer Aufloesung im Meter-Bereich erforderlich, die nur durch den Einsatz von Messsystemen in Naehe des Bohrkopfes erreichbar ist. |