| Abstract |
Im Rahmen des GeneSys-Projektes wurde Ende 2009 die Geothermiebohrung Gross Buchholz GT1 erfolgreich bis in eine Tiefe von 3901m niedergebracht. Ziel des Projektes ist es, das GEOZENTRUM Hannover kuenftig thermisch zu beheizen. Zur Charakterisierung der geothermischen Foerder- und Injektionshorizonte sind Bohrkerne petrographisch untersucht worden. Um ausserdem Rueckschluesse auf Ausfaellungs- und Korrosionsprozesse im spaeteren Anlagenbetrieb ziehen zu koennen, wurde die chemische Zusammensetzung der Formationsfluide bestimmt. Mit den Ergebnissen konnten erste hydrochemische Modellierungen angestellt werden. In den geothermisch relevanten Horizonten, Wealden-Sandstein, der als potentieller Reinjektionshorizont gilt, Detfurth- sowie im Volpriehausen-Sandstein, die das geothermische Reservoir bilden, sind insgesamt fuenf Bohrkerne gezogen worden. Gesteinsproben wurden mit Roentgenfluoreszenzanalytik und Roentgendiffraktometrie auf deren geochemische und mineralogische Zusammensetzung hin analysiert. An Sandstein-Duennschliffen erfolgten Untersuchungen zur mineralogischen Zusammensetzung, zu den Texturen, zur Kornsortierung sowie zu den Porenraeumen und den Zementen. Waehrend der Bohrarbeiten wurden im Wealden-Sandstein nach einem Stickstoff-Lifttest Tiefenrpoben des Formationsfluides genommen. Im Mittleren Bundsandstein wurde das Thermalfluid ebenfalls beprobt. Dazu ist nach den Bohrarbeiten ein Foerdertest durchgefuehrt worden. Die chemische Zusammensetzung der Fluide, sowie die darin geloesten Gase und das Gas-Fluidverhaeltnis wurden bestimmt. |