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Title Die Nutzung der Tiefen Geothermie im Oberrheingraben - ein ueberblick
Authors C. Hecht
Year 2010
Conference Der Geothermiekongress
Keywords Genehmigungsverfahren, Exploration, Seismik, Geothermiebohrungen, Geothermieanlagen, seismische Erschuetterungen, Risikoabsicherung
Abstract Der Beitrag gibt einen ueberblick ueber die Entwicklung von Projekten zur Nutzung der Tiefen Geothermie zur Stromerzeugung und Kraft-Waermekopplung in der Geothermie-Region Oberrheingraben (ORG). Er behandelt die Themen Genehmigungsverfahren, Exploration, Tiefborhungen, Geothermieanlagen und Risikoabsicherung und deckt die Zeit von den ersten Aktivitaeten in den 80er Jahren, ueber der ersten grossen Stimulus durch die Verdopplung der Einspeiseverguetung EEG im Jahr 2004, bis heute ab. Es wird gezeigt, dass in den vergangenen Jahren fuer die Entwicklung der Tiefen Geothermie im Oberrheingraben enorm viel geleistet wurde. Dazu gehoert, dass die Unternehmen in den letzten sechs Jahren stark in die Exploration ihrer Felder investiert haben und viele Standorte gut vorbereitet sind. Ebenso bemerkenswert ist die Anzahl positiver POS Studien und die Entwicklung der Versicherungskonzepte bis hin zum Abschluss erster Allgefahren Versicherungsvetraege. DIe Arbeit zeigt, dass sich eine flexible Tiefbohrbrache entwickelt und Unternehmen heute der Geothermie ihre modernsten Tiefbohranlagen und Services anbieten. Dieser Trend laesst sich auch bei den Geothermieanlagen erkennen, wo sich momentan technologisch sehr interessante Entwicklungen abzeichnen. Zu den guten Nachrichten gehoert nicht zuletzt, dass die Rahmenbedingungen fuer die Tiefe Geothermie seit Anfang 2009 noch einmal verbessert wurden und EEG und Marktanreizprogramm einen sehr guten Finanzierungsrahmen bieten. Der Beitrag greift auch auf, dass sich die Effekte der Finanzkrise und der seismischen Ereignisse des letzten Jahres verlangsamend auf die Zeitdauer der Projektrealisierung auswirken. Verdeutlicht wird dies an dem wachsenden Umfang der bergrechtlichen Genehmigungsverfahren, etwa durch Gutachtenerstellung, Planung und Installation von seismischen Monitoring Netzen. Es wird festgestellt, dass noch vor gut einem Jahr eine Gemeinde ihre Nachbargemeinde um ein dort angesiedeltes Geothermei Projekt beneidet hat, waehrend heute die voellig gegensaetzliche Situation des "nicht vor meiner Haustuere" herrscht und oeffentlichkeitsarbeit, Aufklaerung und Werben fuer die Akzeptanz der Buerger eine wesentliche Grundlage fuer die Umsetzung eines Projekts geworden sind. Es wir ddarauf hingewiesen, dass eine weitere Verschaerfung der Genehmigungsverfahren dazu fuehren wird, Projekte zu verzoegern und damit der gewuenschten Effekt des EEG Fruehstarterbonus den Investitionsfluss zu beschleunigen und den technologischen Vorsprung weiter auszubauen, auszubleiben dort. Fuer die weitere Konsolidierung der Entwicklung der Tiefen Geothermie wird sich daraus schlussfolgern, dass es unbedingt notwendig ist die Verguetung im EEG bis 2015 mindestens auf dem jetzigen Niveau zu halten und danach ab 2016 nochmals zu erhoehen.
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